Home  |  Contact  |  Imprint

Press Review



Following you find teasers and selected full articles of the media coverage regarding the European Confernence on Colon Cancer Prevention 2007:

 

13.07.2007, Der Gastroenterologe: Europa gegen Darmkrebs - Einige Ergebnisse der ersten europäischen Konferenz zur Darmkrebsprävention

von Christa Maar
Auf Initiative der Felix Burda Stiftung, des Netzwerks gegen Darmkrebs und der International Digestive Cancer Alliance (IDCA) fand im Rahmen der Deutschen Ratspräsidentschaft am 9. Mai 2007 in der Bayerischen Landesvertretung in Brüssel die erste pan-europäische Konferenz zur Darmkrebsprävention statt. Sie stand unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesregieurng und der Union International Contre le Cancer (UICC) und fand mit der Verabschiedung einer Brüsseler Erklärung ein erfolgreiches Ende. Neben einem Überblick über den wissenschaftlichen Status Quo von Evidenz, Effektivität und Kosteneffiziez der verschiedenen Screening Methoden vermittelte die Konferenz auch praxisnahe best practice-Erkenntnisse aus verschiedenen europäischen Ländern. Die Teilnehmer setzten sich aus Vertretern nationaler Gesundheitsministerien, wissenschaftlicher Fachgesellschaften sowie Cancer und Patients Organisations nahezu aller europäischen Länder sowie Repräsentanten des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission zusammen.

Ein Hauptanliegen der Konferenz war es, dem Thema Darmkrebs und Darmkrebs Screening zu mehr Sichtbarkeit und Bedeutung auf der europäischen Ebene zu verhelfen und konkrete Anstöße für die Entwicklung einer europäischen Screening Initiative zu geben. Angesichts der Tatsache, dass die Inzidenz von Darmkrebs in den meisten europäischen Ländern (große Ausnahme: Griechenland) enorm hoch ist und zum Teil weiter wächst und die Sterblichkeitsrate mit im Schnitt 50 % wesentlich höher liegt als etwa in den USA, obwohl Darmtumoren sich durch Screening verhindern lassen, lässt sich kaum nachvollziehen, warum so viele europäische Länder gegenwärtig noch kein Darmkrebs Screening Programm eingeführt haben.

Die Beiträge der Referenten und die Diskussionen waren durchgehend auf hohem wissenschaftlichen Niveau, obwohl das Publikum nur zu einem geringen Teil aus wissenschaftlichen Experten bestand (Konferenzprogramm, Abstracts der Referenten und Video Recordings der Beiträge finden sich auf der Konferenz-Website www.future-health-2007.com). In der an die Europäische Commission gerichteten Brüsseler Erklärung Europe against Colorectal Cancer, die am Ende der Konferenz von den  beteiligten Referenten und Teilnehmern verabschiedeten wurde, werden die wichtigsten Schritte für eine gesamteuropäische Darmkrebs Screening Initiative aufgezeigt. An erster Stelle des Forderungskatalogs, mit dem die Einflussnahme der Europäischen Kommission bei diesem drängenden europäischen Gesundheitsthema eingefordert wird, stehen die Priorisierung des Themas auf der europäischen Public Health Agenda, die Entwicklung eines gesamt-europäischen Aktionsplans zur Bekämpfung des Darmkrebses sowie die Erstellung einer Europäischen Leitline zur Darmkrebsprävention,  die die Mitgliedsländer bei der  qualitätsgesicherten Umsetzung von Darmkrebs Screening unterstützt.    

Es ist unmöglich, im Rahmen eines Magazinbeitrags alle interessanten Einsichten und Erkenntnisse zu berücksichtigen, die während der Vorträge und Diskussionen zur Sprache kamen. Wir haben uns deshalb darauf beschränkt, die hauptsächlichen Inhalte der Konferenz in drei Überblickstexten zusammenfassen zu lassen:
Colm O’Morain zeigt die großen Linien in der Entwicklung der Inzidenz und Mortalität von Darmkrebs in den europäischen Ländern auf und gibt einen Überblick über die Effektivität und Effizienz der verschiedenen Screening Methoden  sowie über die Möglichkeiten der Europäischen Kommission zur Einflussnahme auf die Einführung nationaler Screening Programmen.
Meinhard Classen gibt mit den Ergebnissen einer Umfrage bei 40 nationalen gastroenterologischen Gesellschaften einen Einblick in den Status Quo europäischer Screening Programme, der die ungleichen Voraussetzungen, mit denen es die europäischen Länder beim Kampf gegen Darmkrebs zu tun haben, vor Augen führt.
Berndt Birkners Text befasst sich u. a. mit Maßnahmen zur Erhöhung der Qualität und der Teilnahmeraten, der Identifikation von Hochrisikogruppen sowie Kosten-Nutzen-Analysen der verschiedenen Screening Programme.


Download as zip file (30 KB)


Back to overview
Press Contact

Verena Welker
Marketing & Communications
Phone: +49 (0)89 - 9250 1747
Fax: +49 (0)89 9250 - 2713
E-Mail: verena.welker@foundation.burda.com